Verfahrenstechnische Konzeption der Kläranlage

KLA Übersicht

Die Kläranlage Grüneck reinigt das Abwasser auf mechanischem, biologischem und chemischem Wege. Der bei der Abwasserreinigung anfallende Klärschlamm wird in einer Faulungsstufe anaerob stabilisiert. Beim Ausbau 2001 wurde eine vierte Reinigungsstufe in Form einer nachgeschalteten Biofilterstufe errichtet. Im April 2005 wurde die neuerbaute UV-Desinfektionsanlage in Betrieb genommen.

 

Im Juni 2012 wurde die Erweiterung der Kläranlage auf 160.000 EW in Betrieb genommen.

 

Die Kläranlage kann insgesamt in fünf große Funktionsbereiche unterteilt werden.

 

In der mechanischen Reinigungsstufe werden Grobstoffe, Sand und Schlamm aus dem Rohabwasser entfernt, um die nachfolgenden Stufen vor Verstopfungen und Abrieb zu schützen und um den Energieaufwand in der biologischen Stufe zu minimieren.

 

Die biologische Reinigungsstufe ist das Herz der Kläranlage und besteht wiederum aus zwei einzelnen Stufen. Dort werden vor allem die gelösten organischen Schmutzstoffe wie Kohlenstoffe und Stickstoffe eliminiert. 70 bis 90 Prozent dieser  Schmutzparameter liegen in gelöster Form vor und können nur durch biochemische Prozesse aus dem Abwasser entfernt werden.

 

Der Nährstoff Phosphor wird in der sog. dritten Reinigungsstufe durch Zugabe von Fällungschemikalien chemisch gebunden und aus dem Abwasser entfernt.

 

Die vierte Reinigungsstufe hat neben dem weitestgehenden Rückhalt von Feststoffen die Aufgabe, Stickstoff fast vollständig zu eliminieren.

 

In der letzten Stufe wird das Abwasser in der UV-Desinfektionsanlage soweit entkeimt, dass das Wasser EU-Badewasserqualität erreicht.

 

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